Feedback über Feedback :-)

Liebe Leute – ich bin überwältigt! Ich habe nach meinem 33C3-Vortrag unglaublich viel Feedback erhalten. Hunderte Mails, jeden Tag kommen zig dazu, die meisten mit Auswertungsideen, manche gleich mit etlichen. Wow! Ein paar von euch interessieren sogar die gleichen Aspekte. Soviel hatte ich nicht erwartet und ich freue mich sehr. Der Vortrag ist bereits jetzt, wenige Tage danach, zigtausendmal auf den verschiedenen Quellen angesehen worden und wird ziemlich durchs Netz getrieben.

Ich möchte jedem individuell antworten, weil ich keine Lust habe, da irgendeine faktorierte Standardmail rauszuhauen. Aber bin seit heute wieder beruflich stark eingespannt. Bitte also habt Nachsehen mit mir, wenn ich etwas Zeit brauche zum antworten oder wenn die eine oder andere Antwort etwas kürzer ausfällt. Ich werde das nach und nach abarbeiten und die Anregungen dabei sinnvoll ordnen und katalogisieren.

Stay tuned! 8-)

P.S.: Es bleibt zu vermerken, dass SpiegelOnline meinen Vortrag in seine "Tipps der Redaktion" zum 33C3 gepackt hat. Das finde ich sportlich von ihnen. :-)

Comments

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Dein Vortrag war einer meiner persönlichen Highlights diesen Jahres. Freue mich schon auf den nächsten. :)

1 | | 2017/01/03 07:16 | reply

Fehlt im Satz

„…findet sich Artikel „Think Big“…“

auf /spiegelmining ggf. ein „in“ oder „im“?

2 | | 2017/01/03 09:57 | reply

@Uwe: Danke, korrigiert!

3 |
David Kriesel
| 2017/01/03 12:48 | reply

Hammer Vortrag, noch bessere Arbeit die du/ihr macht! Gibt es auch ne Möglichkeit auszuwerten, ob ein Medienportal ein falsch geschriebenen Artikel im nachhinein Richtig stellt und zu welchen Prozentsatz er dann gelesen wird?

Oder was interessant wäre, Dauer der Publikation und Anzahl Erscheinungen. Bsp: Thema Blatter & Fifa mit einer 2 Mio. Zahlung oder La Garde IWF und deren 400 Mio.

4 |
Michael Nussbaumer
| 2017/01/03 18:06 | reply

Sehr interessanter Vortrag. Weil man gar nicht ahnt, was sich alles an Daten herausfiltern läßt, von dem niemand es ahnt.

Wie man Muster herausfiltern kann etc.

Für mich persönlich war das Interessanteste aber nicht einmal das, daß einem nochmals der Umgang mit Daten ins Bewußtsein gerufen wurde, sondern wie das deutsche Magazin Spiegel bei politisch unbequemen oder heiklen Themen die Kommentarfunktion eliminiert.

Gerade in punkto Kehrtwende bei der Kommentarfunktion zum Land Frankreich sehr interessant.

Meine persönliche Meinung hierzu ist: Entweder Kommentare immer zulassen oder gar nicht.

Denn Kommentieren nicht zuzulassen hat auch immer etwas bzw. ist auch immer Bevormundung. Man darf die Meinung des Magazins und ihrer Journalisten lesen, aber nicht kommentieren.

Sachliche Kommentare aber sollte man zulassen.

Oder das Magazin aufspalten. In seichte Themen und heikle Themen.

5 | | 2017/01/05 02:27 | reply

@Remo: Zu den Kommentaren: Hier muss man wirklich auch mal die Seite der Medien sehen. Die deutschen „Mainstream-Medien“ im Netz sind anfangs meistens sehr offen mit Kommentaren umgegangen. Aber dann haben die Kommentare immer mehr Arbeit gemacht, weil man sie lesen und ggf. moderieren muss. Wenn sich nun herausgestellt hat, dass für gewisse Bereiche der Moderationsaufwand enorm hoch ist, dann ist das eine wirtschaftliche und keine politische Entscheidung, das bei einigen Themen zu sperren und bei anderen weiterhin zuzulassen. Ich würde mir hier kein Urteil darüber zutrauen, bevor ich nicht den Verlag dazu gehört habe.

Das fand ich auch die einzige Schwäche in dem Vortrag (der ansonsten sehr spannend und interessant war), dass David sich an einigen Stellen zu Schlüssen hinreißen lässt, die er aufgrund von persönlicher Einschätzung, nicht aber aufgrund von Kausalität in den Daten abgibt. Gibt er ja auch selbst zu - aber die (Daten-)Botschaft wird dadurch leider ein klein wenig eingeschränkt ;-)

Frage an David ist hier eher: Du hast ja mit dem Spiegel selbst gesprochen. Haben die zu der Kommentarzulassungspraxis etwas gesagt?

6 |
Gerhard
| 2017/01/05 20:20 | reply

@Gerhard: Naaa da klinke ich mich doch mal gleich ein :-)

Bei aller Kritik, die ich mir auch sehr gerne zu Herzen nehme: Zu deinem Beispiel mit der Kommentierbarkeit sage ich doch bereits im Vortrag, dass der Spiegel mutmaßlich Themenbereiche aufgrund von Erfahrungen in der Vergangenheit sperrt bzw. das eine Ursache sein kann :-).

Siehe genau hier: https://youtu.be/-YpwsdRKt8Q?t=35m35s (Link springt direkt zur Stelle).

Ich weise auch sonst im Vortrag tausendmal darauf hin, dass man aus Daten nun eben keine Kausalität bewiesen kriegt. Was man aber mit Daten machen kann, ist, gucken wie sie aussehen. Und wie sie aussehen, bestreitet ja auch keiner. :-)

Es ist schon klar, dass ich im Vortrag ein bisschen vorgebe, Schlüsse zu ziehen, schon alleine, damit es lustig wird. Sonst kann ich auch die Zahlen vorlesen. Aber auf der anderen Seite sehe ich eben auch jedes Mal zu, die Leute zum Selberdenken anzuhalten, indem ich ausdrücklich dazusage, dass die Schlüsse zwar möglich sind, aber nicht wahr sein müssen. I

Deinen wirtschaftliche These halte ich übrigens für extrem plausibel.

@Remo: So sehr als Bevormundung sehe ich es nicht. Es ist, wie ich ja auch im Vortrag meinte, schon das gute Recht des Spiegel, selbst zu entscheiden, wem wo eine Plattform geboten wird. (Genauso wie es unser Recht ist, das zu visualisieren.)

7 |
David Kriesel
| 2017/01/05 20:37 | reply

Ist doch klar das spon den artikel zu ihren Highlights hinzugefügt hat. Die Interpretation der Daten ist schlicht weg falsch! „Russen bashen ist ok“ oder vielleicht eher: zum Thema „Ukraine-Konflikt“ werden weniger Volksverhetzende und anderweitig, strafrechtlich relevante Kommentare von Nutzern verbreitet als zu dem Thema „Nah-Ost-Konflikt“. Widerliche Hetze die hier von ihnen betrieben wird.

8 |
Blubberbernd
| 2017/01/08 17:12 | reply

@Blubberbernd:

Ist doch klar das spon den artikel zu ihren Highlights hinzugefügt hat.

Hä? Den Artikel zu meinen Highlights?

Widerliche Hetze die hier von ihnen betrieben wird.

Aus Ihrem Kommentar geht leider klar hervor,

  • dass Sie zu faul waren, im Vortrag zuzuhören
  • dass Sie zu faul waren, die Kommentare auf genau dieser Seite zu lesen (siehe hier insbesondere den YouTube-Link in einem Kommentar weiter oben, der Ihren Kommentar einfach völlig entkräftet)
  • dass Sie leider zusätzlich der Orthographie nicht mächtig sind.

Da kommt mal wieder alles zusammen und Leute wie Sie sind offen gesagt nicht meine Zielgruppe. Zum Glück sind die anderen Zuschauer und insbesondere auch der Spiegel selbst da anders drauf. Ich werde Ihren Kommentar dennoch nicht wegzensieren, etwas Amüsemeng für meine Leser muss ja schon sein, solange der Bullshit nicht überhand nimmt. 8-)

9 |
David Kriesel
| 2017/01/08 17:24 | reply

Hallo David, der Vortrag war echt klasse! Ich empfand das Datensammeln zwar nicht so als Leistung, aber die Auswertung, Präsentation und wie weit du damit gekommen bist, ist vorbildlich. Mich persönlich würde auch eine tiefergehende Auswertung interessieren. Auch in breiterem Spektrum, eben nicht nur SPON, also auch ZON, WON, und so, im Verhältnis wären reizvoll, gerade wenn es auch große Ereignisse zugeht. Dazu war zum US-Wahlkampf ja einiges zu lesen, auch zur Gesinnung einiger Medien im Trumpthrillary, Dabei interessiere ich mich vorrangig eben auch um politische Themen hierzulande. Könntest du dir vorstellen, dass man die Artikel nach Parteien, Äußerungen zueinander, Anzahlen der Erwähnungen von einzelnen Personen, positive/negative Erwähnungen, und so etwas, beleuchten könnte? Schön wäre auch wenn man die Semantik von Begriffen beleuchten könnte, wie sich Bedeutungen verschieben, wo die Gewichtungen bei Themen liegen. Ich denke auch an Zitate, wie sie verkürzt, aus dem Zusammenhang gerissen werden. Wessen und welche Worte wurden von den Autoren am häufigsten zitiert? (Als Beispiel) Sonst, na ja, alles Gute und schöne Grüße! Dave

10 |
davux
| 2017/01/10 02:36 | reply

Super Vortag! Tolle Arbeit, vielen Dank!

Ich hätte mal einen Vorschlag… Data Mining von www.abgeordnetenwatch.de

:D

11 |
Sascha
| 2017/01/10 23:55 | reply

Tolle Arbeit! Der Visualisierung der Vermutung bzw. eigenen Wahrnehmung ist bemerkenswert und zugleich sehr bedrückend, soweit man auf öffentliche Debatten und Meinungsfreiheit Wert legt. Das Argument mit den Ressourcen kann da nur begrenzt gelten, da auch andere Medien dieses Thema haben, z.B Welt, Focus, FAZ und trotzdem kommentieren lassen. Für die Auswertung hätte ich folgenden Vorschlag, die auf Wahrnehmungen bei Focus online basieren. Ein unliebsames Thema über das berichtet werden muss, verschwindet sehr schnell kaum auffindbar und die Dauer der Freischaltung von Kommentaren (angezeigte Uhrzeit der Kommentierung zur tatsächlichen Veröffentlichung) scheint auch themenabhängig zu sein, d.h anders als Spiegel, verbietet Focus nicht, sondern scheint Focus über die Dauer der Freischaltung zu steuern. Interessant wäre, ob dies auch signifikant bei von Spiegel grundsätzlich kommentierbaren Artikeln in Abhängigkeit vom Thema so ist und ob bestimmte Themen besonders schnell von der Hauptseite und später aus den vorderen Rängen der Rubrik verschwinden.

12 |
Gerd
| 2017/01/11 00:35 | reply

Vielen Dank für den interessanten Vortrag. Beste Grüße Stephan Berghaus

13 |
Stephan Berghaus
| 2017/01/14 12:03 | reply

Ich halte es für etwas fragwürdig, so häufig darauf zu verweisen, man zeige nur die Daten, ohne Wertungen vorzunehmen, wenn doch der Vortrag von Wertung quasi durchtränkt ist. Dass der Grundtenor der Analyse kritisch gegenüber SPON ist erkennt der Autor ja sogar an, wenn er es „sportlich“ nennt, dass die SPON-Redaktion ihn empfiehlt.

Und auch wenn „Blubberbernd“ oben abgekanzelt wurde halte ich seinen Punkt für legitim, bisher unbeantwortet und zudem nicht nur eine Meinung, sondern eine falsche Tatsachenbehauptung im Vortrag: Leserbeiträge zum Ukraine-Konflikt waren fast ausschließlich NATO-kritisch/Pro-Russisch. Es ist also falsch, daraus zu schließen, Putin-bashing sei erwünscht.

Die Schlussfolgerung, bei SPON seien Leserbeiträge dann nicht erwünscht wenn zu erwarten sei, dass diese „politisch nicht opportun [seien]“ ist boulevardesk: oberflächlich richtig, aber geeignet und gewählt um einen falschen Eindruck zu erzeugen. Wenn zu einem Betrag über das Jubiläum der Buchenwald-Befreiung keine Kommentare erlaubt sind, dann –wie wir alle wissen– weil diese nicht nur politisch unopportun wären, sondern schlicht menschenverachtend/antisemitisch/strafbar/etc. „Nicht opportun“ ist dann eine Relativierung von Volksverhetzung und stellt sie als gleichwertige Beiträge zum Diskurs dar, die nur (vorübergehend) vermieden werden müssen.

Meinung ist –entgegen landläufiger Meinung– ok. Es ist fast unmöglich, Texte ohne Meinung zu schreiben, sofern man nicht am Telefonbuch arbeitet. Eine der Regeln aber ist: befasse dich mit dem besten Argument der Gegenseite. In diesem Fall wurde das Argument sogar im Vortrag eingeblendet: „Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Forenbeiträge …“.

Die Analyse ist spannend und die Visualisierung schick. Muss man sich unbedingt an den Zug hängen, der alle existierenden Institutionen abreissen will, alle Politiker für korrupt hält und alle Medien zu NATO-Marionetten erklärt? Ich glaube ja nicht mal, dass der Autor Teil dieser Strömung ist, aber gemessen an den Kommentaren bei Youtube ist der Vortrag beliebtes Futter für den Teil der kritischen Öffentlichkeit, der sich mit Vorliebe durch Produkte des Kopp-Verlags informieren lässt.

14 |
M. Winkelmann
| 2017/01/14 22:17 | reply

@M. Winkelmann: Es ist ein Vortrag, natürlich lebt so einer auch von provokanten Thesen und einem gewissen Unterhaltungswert. Aber David wiederholt ja mehrmals (unter anderem im Antwort&Fragen Teil), dass man die erhoben Daten multiple auswerten kann. Und das die Sperrung der Kommentare auch auf juristische Gründe/Aufwand zurückzuführen ist. „… müsst ihr schon selbst danach gucken, was ihr aus den Werten folgert“.

15 |
D. Rottler
| 2017/01/15 08:44 | reply

Siehe hier 10:58: https://youtu.be/dkFN_e9lfis?t=658

16 |
D. Rottler
| 2017/01/15 08:53 | reply

@D. Rottler: Ja, das habe ich durchaus gesehen. Aber nur auf die Existenz anderer Interpretationen hinzuweisen wäre doch ein zu einfaches Mittel, als das es Kritik an der dann vorgetragenen Interpretation ausschließen könnte.

Ich finde es auch falsch, einen vermeintlichen Widerspruch zwischen Unterhaltungswert und Wahrheit anzunehmen. Der Vortrag selbst bekam die größten Lacher ja meist an Stellen ohne jeden Kommentar. Und das Internet ist voll von Beispielen gelungenem Entertainments mit solider Basis. Hans Roslings' erster, weithin bekannter TED-Talk ist ein gutes Beispiel.

Und selbst wenn es so wäre, hielte ich eine Entscheidung für „Lustig mit ein paar falschen Unterstellungen“ für falsch: erstens gegenüber SPON, deren Arbeit man dann ja quasi für ein paar Lacher unredlich in den Dreck ziehen würde, zweitens für den Schaden den man dem öffentlichen Diskurs zufügen würde wie in meinem ursprünglichen Beitrag beschrieben.

Wie ganz oben (hoffentlich deutlich genug) gesagt: alles nicht so wild. Solche Analysen machen Lust auf mehr. Aber ein paar Kleinigkeiten, wie z. B. Occam's Razor, würden sie stärker machen.

17 |
M. Winkelmann
| 2017/01/15 18:48 | reply

@M. Winkelmann: No Offence, man muss halt den Kontext betrachten - und in dem war nicht SPON der Mittelpunkt, die waren nur das Medium zum Transport des Themas. Und ich glaube auch, dass das die Jungs und Mädels von SPON so für sich einsortiert haben. Das Metathema war, wie man aus sehr allgemein gehaltenen und unverfänglichen Datensätzen sehr schnell, sehr präzise und verfängliche Muster herauslesen kann. Ich glaub auch nicht, dass es hilfreich ist, die einzelne Aussage jetzt so aus dem Gesamtzusammenhang herauszupflücken. „Lustig mit ein paar falschen Unterstellungen“ ist für den eigentlich harmlosen Kalauer zur Auflockerung des Themas schon harter Tobak. Als Anthropologe (Kulturwissenschaftler) macht man jetzt ja auch nicht ein Fass auf, nur weil man im Beitrag als Schlafmütze vorgeführt wird. Vielleicht muss man da mittlerweile einfach auch einfach seinen Reflex ein bisschen runterregeln, weil nicht unbedingt das klassische „Lügenpresse“-Klientel der originäre Adressat dieses CCC-Vortrages war und weil dass das Thema auch nicht hergibt.

18 |
D. Rottler
| 2017/01/15 19:40 | reply

Tolle Arbeit!

19 |
Alfred Schmidhumer
| 2017/01/19 20:54 | reply

@Christian: Lieber David, einfach nur ein fettes fettes DANKE!!!!!! ein hoch auf die aufklärung…

20 |
Peter
| 2017/01/20 04:07 | reply

Hervorragende Vorträge schön amüsant mit Wortwitz vorgetragen

Sollten es mal nicht mehr die Data Sciences sein, so haben sie alles was einen guten Kabarettisten ausmacht!

Das ist keine Ironie, ich finde ihre bisherigen (3) CCC-Vortrage sind mitunter die am besten vorgetragenen die ich seit langem gesehen habe.

Apropos gibt es einen Grund warum es kein TLS auf ihrer Webseite gibt?

Schönes Wochenende

21 |
ohne
| 2017/01/28 19:09 | reply

Hallo,

interessanter Vortrag. Ich fände es interessant, wenn auch die Zusammenhänge der Kommentatoren (Uhrzeit, Auftreten) analysiert wird. Lassen sich da evtl. „hauptberufliche“ Kommentatoren herausfiltern. Leider zeigt Spiegel die älteren Kommentare nur nach Draufklicken an, evtl. müsste man da mehr crawlen um an diese Informationen zu kommen.

22 | | 2017/04/19 21:50 | reply



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