Im folgenden finden Sie einen prosaischen Lebenslauf. Ein formeller Lebenslauf ist sowohl in englischer als auch deutscher Sprache auf Anfrage kurzfristig erhältlich.
Geboren bin ich 1984 in Bonn, in dessen Nähe (genauer: Altendorf bei Meckenheim) ich auch meine Kindheit bis Ende der Grundschulzeit verbracht habe. Anschließend, von 1994 bis 1997, lebte ich mit meinen Eltern drei Jahre in Brüssel, wo ich die Deutsche Schule Brüssel besucht habe. Nach drei Jahren Brüssel ging es wieder in die Voreifel, wo ist am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Meckenheim 2003 mein Abitur machte.
Schon früh entdeckte ich meine Leidenschaft für moderne Technik. Zu meinem siebten Lebensjahr schenkten mir meine Eltern daher meinen ersten eigenen Computer – einen Amiga 500, auf dem ich meine ersten zaghaften Programmierversuche startete.
Ab Oktober 2003 studierte ich Informatik an der Universität Bonn und entwickelte immer mehr Interesse für Fragestellungen der Neuroinformatik und des Artificial Life, der Algorithmischen Geometrie und Multiagentensimulation.
Während mein Studium weiter fortschritt engagierte ich mich in der Fachschaft Informatik der Universität Bonn. Dies schloss Vertretung der Studierenden in verschiedenen Gremien, wie z.B. den Institutsvorstand, den Prüfungsausschuss und die Studienbeitragskommission und auch den Fachschaftsvorsitz mit ein.
Ab 2005 arbeitete ich als studentische Hilfskraft in der damaligen Abteilung „Neuroinformatik“ des Instituts für Informatik, damals unter Leitung von Prof. Rolf Eckmiller. Diese Arbeit schloss später die Lehre als Tutor der Hauptstudiumsvorlesungen „Neuronale Netze“ und „Artificial Life“ von Dr. Nils Goerke mit ein und mündete später in die themenverwandte Arbeit als studentische Hilfskraft in der neuen Arbeitsgruppe der autonomen intelligenten Systeme unter Leitung von Prof. Sven Behnke.
Im Sommersemester 2007 wurde mein Studium von einer Einladung zu einem Forschungsstipendium unterbrochen. Absender der Einladung waren die Computational Synthesis Laboratories der Cornell University, Ithaca, USA. Dort werden Prozesse erforscht, die es möglich machen, komplexe Systeme aus einfachen Bausteinen entstehen zu lassen – automatisch und mit biologie-inspirierten Mechanismen. Während meines Aufenthalts in Ithaca forschte ich in einem Bereich der Schwarmrobitik.
Nach meiner Rückkehr nach im Herbst 2007 Bonn setzte ich mein Studium und die ausgesetzten Hilfskraft- und Fachschaftsaktivitäten fort und beendete in diesem Zuge auch mein Nebenfachstudium der Biologie (hier führte ich z.B. die Simulation kleiner Ameisenkolonien durch und zog sogar eine Kolonie echter Ameisen groß).
Im Frühjahr 2009 beendete ich mein Studiums nach 10 Semestern als Diplom-Informatiker. Im Rahmen meiner Diplomarbeit entstand ein System zur netzwerkverteilten, effizienten Evolution biologisch inspirierten Schwarmverhaltens. Nach meiner Diplomarbeit blieb ich ein Jahr in der Arbeitsgruppe der autonomen intelligenten Systeme, wo ich zunächst an den RoboCup German Open und anschließend an den RoboCup World Championships in Graz teilnahm. Da sich abzeichnete, dass meine Forschungsinteressen einen interdisziplinären Charakter haben, wurde ich mit dem DFG-Graduiertenkolleg Bionik assoziiert.
Im April 2010 wechselte ich dann die Ausrichtung: Ich erhielt ein Promotionsstipendium und wechselte in die Arbeitsgruppe Algorithmische Geometrie unter der Leitung von Prof. Rolf Klein. Es geht zwar auch weiterhin um kollektives Verhalten, aber mehr aus Sicht der Algorithmik und deren Analyse. Ich beschäftige mich beispielsweise mit der Online-Bewegungsplanung für Roboterschwärme, aber auch mit dem Design effizienter Datenstrukturen für die Simulation lokaler Kommunikation zwischen Robotern. Das erlaubt es mir, mein Grundinteresse mit einem äußerst klassischen Bereich der Informatik zu kombinieren, und sowohl in Theorie als auch in Praxis weiter dazuzulernen.
To be filled
Zunächst einmal schreibe ich gern und bereite Sachverhalte für Leser plastisch auf. Beim Schreiben und Illustrieren des Geschriebenen kann ich gut entspannen und genießen, wie ein Text didaktisch immer wertvoller wird. Auf diese Weise ist auch mein "Ein kleiner Überblick über neuronale Netze" entstanden, das ich auch hin und wieder erweitere. Zusätzlich bin ich ein Liebhaber von Filmmusiken.
Als weitere Aktivität möchte ich die Ameisenhaltung nennen, die vielleicht nicht ungewöhnlich für jemanden ist, der sich sehr für kollektives Verhalten interessiert. Es ist als „handwerklicher Ausgleich“ zu Tätigkeiten im Bereich der Informatik ungemein entspannend, mal ein Ameisennest zu bauen. Zuletzt fotografiere ich sehr gerne, was sich gut mit den Ameisen verträgt.