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Ameise gegen Wachsmottenlarve

Eiweiß tut Ameisen gut und hilft bei der Vermehrung. Also habe ich mal eine lebende Wachsmottenlarve angeboten (sieht in etwa aus wie eine 3-4cm große, weiße Raupe). Ich hatte natürlich damit gerechnet, dass ein Tumult entsteht, und die Larve von einer ganzen Truppe Ameisen dahingerafft wird. Aber nichts dergleichen: Eine einzige Majorarbeiterin hat genügt. Sie hat sich ca. eine halbe Stunde mit der Larve gewälzt, sich verbissen, ihre Säure versprüht, und dann ist die Larve verstorben. Der ganze Stress hat nicht mal was gebracht: Sie mögen die Larve anscheinend nicht. Aber: Wenigstens sind ein paar gute Makros dabei rumgekommen!

Ameisen-Makros mit Gegenlicht und Honigtropfen

Es ist mal wieder Zeit für ein Ameisen-Update. Genauer: Zwei Ameisen-Updates – gleich kommt nämlich noch eins. Insgesamt schreibe ich nicht sooo viel zu den Ameisen. Das hat damit zu tun, dass die Ameisen im Moment nicht gerade Rampensäue sind, sondern relativ zurückgezogen leben, nachdem der Start ins Jahr eigentlich sehr lebhaft war. Warum das so ist – keine Ahnung.

Schimmel im Formicarium gibt es nicht, sie sitzen einfach da, hüten ihren Nachwuchs und befühlern sich. Dennoch rennen ab und zu ein paar Kundschafter in der Arena herum und nutzen das Nahrungsangebot. Insbesondere Heimchen und Honig sind beliebt. Das hat mich dazu verleitet, ein paar Makros von honigschleckenden Ameisen im Gegenlicht zu schießen :-) – seht selbst. Auf einigen Bildern sieht man auch, wie die Ameisen sich gegenseitig füttern.

Übrigens habe ich heute gemerkt, dass mir einige Benutzerkommentare in älteren Ameisenartikeln durch die Lappen gegangen sind – auf die habe ich mal geantwortet. Sorry dafür!

Verteilte Evolution von Schwärmen - Update zur Diplomarbeitsseite

Nach einem Vortrag neulich bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass viel einfacher verständlich wäre, was ich in meiner Diplomarbeit gemacht habe, wenn ich sie als das deklariere, was sie ist. Das mache ich nun: Es ist eine schöne, bunte Tech-Demo. Auf Wunsch derselben Personen gibt es zusätzlich auf der Unterseite nun auch einige Stichpunkte, die die technischen Features der Diplomarbeit kurz beschreiben. Danke für die Mails!

Kölner Mathefiasko: Studenten kannten Aufgabentypen der Klausur vorher. Neu: Jetzt mit Nachklausur!

Vor ein paar Tagen habe ich von einer Mathematik-Einführungsklausur im Grundschullehramts-Studiengang in Köln berichtet, bei der im ersten Durchgang satte 94% durchgefallen sind. Zunächst war ich eher auf Studi-Seite. Nach weiteren Infos über Klausur und Service musste ich von dieser Betrachtung Abstand nehmen. Ich habe daher im letzten Artikel anhand der Klausur, des Stoffes und der Stellungnahme der Universität begründet, warum bei dem gegeben Stoffumfang und Service gar nicht mit der „Stimmung in der Vorlesung“ argumentiert werden konnte.

Für diese These gibt es neue, starke Argumente. Der Jahrgang bekam eine Probeklausur (veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Dozentin, danke!). Bei einer Probeklausur kann der Student nur gewinnen. Sie enthält realistische Klausuraufgaben – es macht aber nichts, wenn man sie nicht kann. Man kann sich als Student die Stoppuhr anstellen, sie lösen und Feedback erhalten. Dann sieht man, ob man gut im Stoff ist oder bis zur richtigen Klausur lieber noch einen Zahn zulegen sollte. So eine Probeklausur erfordert stundenlange, freiwillige Arbeit von Dozentenseite – wie auch schon ein Skript und Musterlösungen zu Übungszetteln. Darum gibt es auch nur in wenigen Vorlesungen eine. Ich werde wieder versuchen, sie fernab von Stimmungen auseinander zu nehmen und für Leser, die nicht im Uni-Alltag drin sind, nachvollziehbar zu machen.