Informatik, Realsatire, Photos. Und Ameisen in einem Terrarium.

Ich bin Informatiker mit biologischem Interesse und mich faszinieren dezentral organisierte Systeme. Je weniger globale Abhängigkeiten existieren, desto skalierbarer und robuster ist ein System. Jeder Blick in die freie Natur unterstützt mich in dieser Denkweise. Ich arbeite als Systemingenieur bei der IVU Traffic Technologies AG in Aachen.



Pfauenspinne und YMCA

Die Welt der Spinnen ist immer wieder faszinierend. So etwas wie der Paradiesvogel unter den Arachniden ist die Pfauenspinne. Der Name rührt von dem außergewöhnlich bunt gefärbten Hinterleib der Männchen her, der zum Balzen genutzt wird. Außerdem ist die nur ein paar Millimeter große Spinne interessant, weil sie einen sehr guten Sehsinn hat – den braucht sie auch, denn sie ist ein aktiver Jäger und baut Netze nur zum Wohnen.

Den Weiten des Internets bekannt wurde die Pfauenspinne jedoch durch eine weitere Besonderheit: Den sehr ausgeprägten Balztanz des Männchens, bei dem es den bunten Hinterleib durch Klappen vergrößert und erstaunliche Bewegungen mit den Laufbeinen vollführt (Hier ist ein Interview samt Youtubevideo). Und was passiert, wenn so ein Wissenschaftsvideo auf die Internethumorgemeinde stößt, präsentiere ich hier: Die Pfauenspinne tanzt zu YMCA. :-) Was habe ich gelacht. Die Bewegungen sind übrigens echt und kein Fake; es sieht nur daher so ruckartig aus, weil die Spinne in Wirklichkeit winzig ist und die Gliedmaßen daher so leicht, dass man sie blitzschnell bewegen kann. Respekt gebührt demjenigen, der das mit einem schönen Makro gefilmt hat! (via)

C-plus-Equality - Die feministische Programmiersprache

Im November schlägt Arielle Schlesinger vor, eine feministische Programmiersprache zu entwickeln. Edit, weil ich das gefragt wurde: Der Vorschlag von Arielle Schlesinger ist kein Scherz. Nach kurzer Zeit gab es die ersten Gerüchte, dass die Satirehorde 4Chan sich der Sache angenommen hat. Zunächst war nur eine Readme-Datei im Umlauf, aber siehe da: Das Projekt C+= ist erschienen (danke, Roland). Edit2: Wenige Stunden nach Verlinkung ging das Projekt offline, schade. Als Urheber auf der Seite angegeben ist die angebliche Feminist Software Foundation – komplett mit stilechter Webseite („no coding experience is necessary“).

C+= ist eine herrliche, knallharte und gar nicht so unaufwändig gemachte Satire für diejenigen unter euch, die Programmiererfahrung und am besten ein Grundverständnis der zugrundeliegenden Prinzipien mitbringen. Ein paar Blüten seien hier zitiert.

Mit besonderer Aufmerksamkeit hat man sich beispielsweise der Datentypen angenommen. Vor allem die Vielfalt der numerischen Typen waren jedem Coder doch irgendwann schon einmal ein Dorn im Auge. Betrachtet man die Zeitleiste von C nach Java, so ist hier zwar schon eine leichte Entspannung zu verzeichnen – aber es brauchte erst die feminist foundation, um endlich komplett damit aufzuräumen: „Integers, doubles, and longs are deemed to be unnecessary labels and stereotypes for numerical values. A number can be an integer or a a double or a long if xir so identifies xirself. All numerical values will thus be represented as xe, and it is up to the value xirself to choose to identify as whatever xir chooses to identify as.“ Dynamische Typisierung 2.0, voll durchgegendert, sozusagen. Dass man darauf nicht früher gekommen ist – man hätte sich wirklich viel Ärger sparen können!

Die Wertebereiche der Datentypen sind ebenfalls im Fokus. Beispiele für Booleans und Strings: „Booleans are banned for imposing a binary view of true and false. C+= operates paralogically and transcends the trappings of Patriarchal binary logic. No means no, and yes could mean no as well.“ „Strings are called Ideals, or id for short. Feminist ideals are usually extremely well written, detailed and lengthy, clearly longer than what could be held with a simple char array.“ Vor ein paar Semestern habe ich mich bei uns in der Vorlesung „Logik und Diskrete Strukturen“ in der Lehre beteiligt – ich fühle mich gerade schlecht, dass ich denen die Paralogik vorenthalten habe. Liebe Studis aus „meiner“ Logik damals: Es tut mir leid!

Eltern müssen draußen bleiben

Hier ein abphotographiertes Schild der Verwaltung der Universität Duisburg/Essen, das die Entwicklung schön zum Ausdruck bringt (via, dort auch Bildquelle, danke Max). 8-) Wir hatten hier ja auch schon den einen oder anderen Fall behandelt.

Super Mario lässt Hirnregionen wachsen

Max-Planck-Forscher haben herausgefunden, dass bei Personen, die täglich eine halbe Stunde Super Mario spielen, bestimmte Hirnregionen wachsen.

Völliger Quatsch, ganz offensichtlich. Liebe Forscher, was da wächst ist die Schädeldecke, weil die Betroffenen immer von unten gegen irgendwelche Kisten springen. 8-)

Ich hab früher Pacman gespielt. Heute noch habe ich das Gefühl, dass Geister mich verfolgen und leide unter dem Zwang, in irgendwelche schwebenden weißen Punkte oder plötzlich erscheinende Kirschen beißen zu müssen.

Quo vadis, Tebartz-van Elst?

Bild von Wikicommons, Urheber Christoph Wagener.

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