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"Verschlüsselung" von SpiegelOnline-Bezahlartikeln extrem einfach knackbar

Seit ein paar Tagen gibt es auf SpiegelOnline Bezahlartikel ("Spiegel Plus"). Im vorliegenden Artikel beschreibe ich, wie diese verschlüsselt werden und wie man deren Verschlüsselung in Firefox vollautomatisch knacken kann.

Als Moral von der Geschicht gehen wir noch darauf ein, warum es für Portale wie SpiegelOnline entgegen aller Intuition trotzdem sinnvoll sein kann, eine derartig schlechte Verschlüsselung zu benutzen und warum Kommentare wie „die sind ja doof“ vielleicht etwas kurz gedacht sind.

Edit: Hier kommen gerade Fragen per Mail rein, warum ich das mit der Verschlüsselung überhaupt gemacht habe, Na dafür! Und dafür auch! Und für die Artikel, die da noch folgen. Ich hatte mich geärgert, dass ich beim automatisierten SpiegelOnline-Download bei manchen Artikeln nicht mehr automatisiert den Klartext lesen konnte. Das war auch schon alles.

:!: Disclaimer: Dieser Blogartikel soll nicht dazu anstiften, Spiegel Plus fortan gratis zu lesen. Wenn ihr das Angebot dort wahrnehmt, bezahlt es bitte auch. Mein Artikel dient als Proof of Concept für technisch interessierte User. Wenn man die Einfachheit der eingesetzten Verschlüsselung betrachtet ist außerdem davon auszugehen, dass sie einfach nur ein Testlauf bei SpiegelOnline ist, und irgendwann eine „richtige“ Verschlüsselung ausgerollt wird. Beschwert euch also nicht, wenn die hier gezeigte Entschlüsselung irgendwann nicht mehr funktioniert.

Folien zu meinem Vortrag "DataScience im öffentlichen Nahverkehr"

Hier gibt es den Foliensatz (PDF, ca. 800kb) meines Vortrages im Bonner DataScience-Meetup. Leider ist er um ein paar Bilder ärmer, da ich die Veröffentlichtungsrechte für ein paar der Bilder bis jetzt nicht zugesprochen bekommen habe. Das ist normal nicht meine Art, unvollständige Folien online zu stellen, aber kann ja nicht immer alles klappen.

Nochmal danke für die rege Teilnahme am Vortrag, gerne wieder! 8-)

Xerox-Saga in den Top Ten der "Initiative Nachrichtenaufklärung"

Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) ist ein Zusammenschluss von Medienwissenschaftlern und Journalisten, der die Öffentlichkeit auf Themen und Nachrichten aufmerksam machen will, die für einen Großteil der Bevölkerung bedeutend sind, aber trotz ihrer Bedeutung von den deutschen Massenmedien insgesamt vernachlässigt werden (Nominierungskriterien).

Jedes Jahr veröffentlicht die INA zehn solcher Themen, die „Top 10“. Die Xerox-Saga ist heute in die „Top 10“ des Jahres 2016 aufgenommen worden.

Ich freue mich sehr darüber! Danke!

Interessant an der ganzen Sache war nämlich wirklich, dass damals – für mich gefühlt – 99% der ganzen Presseresonanz aus dem Ausland kamen, insbesondere aus dem amerikanischen Raum (löbliche Ausnahmen: SpiegelOnline, Heise und noch einige wenige andere). Verteidigend muss man allerdings anmerken, dass zum gleichen Zeitpunkt die NSA-Affäre hochkochte.

Beim Deutschlandfunk gibt es schon eine Webseite, auf der die Themen kurz vorgestellt werden, die aber insgesamt nicht sooo materialbehaftet ist. Sobald Inhalte dazu auf den Webseiten der INA erscheinen, liefere ich diese nach.

Update: Hier nun der Bericht der INA zur Xerox-Saga und hier auch die gesamten Top 10.

Das Leben ist nicht wie Schach. Es ist wie Tetris.

Ich habe neulich einen hervorragenden Artikel von Tor Bair gelesen, in dem beschrieben wird, dass das Leben – anders als viele denken – erstaunlich wenig mit einem Schachspiel gemeinsam hat (und doch von einigen ähnlich angegangen wird).

Viel, viel mehr gemeinsam hat es mit – Tetris! Die Gründe sind sehr einleuchtend. Ich versuche mich hier mal an einer Zusammenfassung, auch als persönliche Notiz.

  • Das Schachspiel ist zu 100% auf einen Gegner ausgerichtet. In Tetris spielt man – wie im Leben – nur gegen die Zeit und versucht, einen zufälligen Strom von Eingaben in irgendeine sinnvolle Ordnung zu bringen. Es gibt jede Menge zufälliges Rauschen, zufällig guten und schlechten Input. Der einzige Gegner ist man selbst.
  • Im Schachspiel kontrollieren die beiden Spieler das Spielfeld, also die Lebenswelt, komplett. Wenn ein Spieler beispielsweise ein Supercomputer ist, kann der 20 Züge in die Zukunft schauen und auch versuchen, diese zu beeinflussen. In Tetris kann man einen Stein weit in die Zukunft schauen, das wars. Genau wie im Leben sind Ereignisse bei Tetris einfach eine Wahrscheinlichkeitssache. Im Leben passieren Zufälle, die man eigentlich als komplett unwahrscheinlich angesehen hätte. Das ist im Schachspiel nicht so. In Tetris hat man, wiederum sehr lebensnah, auch keine Zeit für utopisch weite Vorhersagehorizonte, weil man dabei ist, den gerade fallenden Stein unter Zeitdruck in die erschaffene Ordnung einzubringen.
  • Schach wird kontinuierlich schwerer. Man steigt auf, kriegt schwerere Gegner, die Figuren werden komplexer. In Tetris bleiben die Aufgaben mit fortschreitender Zeit nicht komplexer – Tetris wird nur schneller.
  • Anders als beim Schachspiel kriegt man bei Tetris, ganz wie im Leben, nicht immer gesagt, wenn man irgendwas gewonnen hat. Es geht einfach weiter. Also; Hin und wieder mal zurückgucken und feststellen, was man alles gewonnen hat. :-)

Hier ist der Originalartikel.

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