Informatik, Photos, und Ameisen in einem Terrarium.

David ist Informatiker mit biologischem Interesse. Ihn faszinieren dezentral organisierte Systeme und Themen im Umfeld des Machine Learning. Er arbeitet als Systemingenieur bei der IVU Traffic Technologies AG an Themen im Umfeld von Release Engineering und DevOps.




Beef Ribs, 6 Stunden im Smoker

Es wird mal wieder Zeit für ein Grillrezept hier. Da bietet es sich natürlich an, dass ich einen ProQ Excel 20 Räuchergrill zum Geburtstag bekommen habe, nebst einigen weiteren Utensilien dafür (hitzefeste Handschuhe und ein Buch übers Smoken). Ein besonderes Grillgericht, was ich schon lange mal machen wollte, sind Rippchen – aber vom Rind!

Der ProQ Excel 20 ist ein Water Smoker (mancherorts auch Vertikalsmoker genannt). Die besondere Stärke an Water Smokern ist, dass dort über dem Platz für die Kohle ein sehr großes Wasserbecken eingelassen ist. Dies wirkt als Temperatur-Tiefpaßfilter und ermöglicht so ein fast gradgenaues Halten der Temperatur über viele, viele Stunden hinweg. Das erlaubt Gerichte wie Pulled Pork oder Beef Brisket, die zwölf Stunden und mehr gesmoked werden müssen, einfach über Nacht, ohne dass man andauernd aufstehen muss (huhu, Volker! 8-) *wink*).

Das Wasser sorgt gleichzeitig dafür, dass das Grillgut nicht austrocknet und der Rauch gut eindringt. Alternativ kann man die Wanne auch mit Sand füllen, da muss man dann auch nicht drauf achten, dass er irgendwann verdampft ist (wenn das beim Wasser passiert, steigt die Temperatur sofort merklich). Was man nimmt, ist je nach Gericht verschieden. Aber genug zu den Vertikalsmoker-Technicals (eine nette Übersicht findet sich übrigens hier), kommen wir zu den Rippchen.

BSI überarbeitet Richtlinie RESISCAN, verbietet JBIG2

Im Nachgang zur Xerox-Saga und meinem 31C3-Vortrag überarbeitet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik seine Richtlinie zum „Ersetzenden Scannen“ (= Rechtssicheres Scannen von Dokumenten unter Vernichtung der Originale). Vorab ist gestern einer der Kernpunkte der Überarbeitung auf der RESISCAN-Webseite des BSI erschienen. Ich zitiere:

Bei der Umsetzung der TR-RESISCAN ist hinsichtlich der Auswahl geeigneter Kompressionsverfahren folgende Regelung zu beachten:

  • Beim Scannen MUSS auf die Auswahl geeigneter Bildkompressionsverfahren geachtet werden.
  • Als grundsätzlich geeignet werden sowohl verlustfreie als auch verlustbehaftete Verfahren angesehen.
  • Verfahren, die zur Bildkompression die sog. „Pattern Matching & Substitution“ - Vorgehensweise nutzen, DÜRFEN NICHT eingesetzt werden. Auch das verwandte „Soft Pattern Matching“ DARF NICHT eingesetzt werden.

[…] Diese Regelung ist ab sofort (16.03.2015) gültig und wird mit dem nächsten Release in die Technische Richtlinie BSI TR-03138 aufgenommen.

Pattern Matching & Substitution ist die Standardvorgehensweise bei lossy JBIG2, und Soft Pattern Matching die bei lossless JBIG2 (Infos hier oder in den Veröffentlichungen von Paul Howard et al.1)). Es werden also sowohl die verlustfreie, als auch die verlustbehaftete Variante des verbreiteten JBIG2-Formats „verboten“. Im JBIG2-Standard heißt das ganze „Symbol Matching“.

Den ein oder anderen Leser mag es überraschen, dass auch Seiten, die mit lossless JBIG2 komprimiert wurden, nun plötzlich nicht mehr rechtssicher sein sollen. Immerhin ist es doch schon etwas wert, wenn mittels lossless JBIG2 sichergestellt ist, dass sich die Bilddaten nicht verändern. Die Krux liegt hier in der rechtlichen Praxis:

1) vgl. z.B. Howard, P.G.; Kossentini, F.; Martins, B.; Forchhammer, S.; Rucklidge, W.J., „The emerging JBIG2 standard“, IEEE Transactions on Circuits and Systems for Video Technology, vol.8, no.7, pp.838,848, Nov 1998, doi: 10.1109/76.735380.

BarCamp Bonn morgen: Fast eine Vortragsankündigung

Es geht in meine alte Heimat: Morgen findet das erste Bonner BarCamp statt. Ein BarCamp ist wie eine winzige Konferenz. Der Witz ist allerdings, dass die Inhalte von den Teilnehmern kommen: Jeder ist eingeladen, eine Session vorzubereiten (ist aber kein Zwang).

Die Teilnehmer bestimmen am Anfang des BarCamps auch, welche Sessions angenommen werden. Da die Xerox-Saga von Bonn aus um die Welt gegangen ist, werde ich diese als Vortrag vorschlagen. Wie auch schon beim 31C3 möchte ich Regeln für die Zuschauer ableiten, wie man gut durch einen PR-Sturm steuert, wie man in der Auseinandersetzung mit einem wesentlich größeren Gegner klarkommt, und warum Shitstorms und Hating dabei nur unprofessionell wirken. Ich stehe auch wieder für Fragen zur Verfügung. Da ich aber natürlich im Vorhinein nicht wissen kann, ob mein Beitrag auch erwählt wird, ist das hier nur fast eine Vortragsankündigung.

Herzlichen Dank an Sascha Foerster, einen der Organisatoren, der mich in Nachgang meines CCC-Vortrags auf das BarCamp überhaupt erst aufmerksam gemacht und eingeladen hat.

Zentrale Steuerdatenbank verwechselt Steuerklassen

Ich bekomme gerade einen Eimer lustiger Mails, ob die zentrale Steuerdatenbank Elstam wohl mit Xeroxgeräten arbeitet. :-) Dort werden nämlich Steuerklassen durcheinandergewürfelt, was zumindest temporär zu Steuermehrbelastungen für Ehepaare führt. Zudem ist die Behebung und Information etwas zäh. Darum hier der Verbraucherschutzhinweis: Achtet auf eure Steuer.

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