Person

Im folgenden finden Sie einen kurzen Lebenslauf. Detaillierte Lebensläufe (mit Praktika, akademischen und persönlichen Aktivitäten, Vorträgen und Zertifikaten) sind sowohl in englischer als auch deutscher Sprache auf Anfrage kurzfristig erhältlich.

Informeller Lebenslauf

Kindheit und Schule, Meckenheim und Brüssel

Geboren bin ich am 03.02.1984 in Bonn, in dessen Nähe ich bis Ende der Grundschulzeit wohnen sollte - direkt nach Abschluß der Grundschule und für mich nach zehn Jahren in Altendorf bei Meckenheim zog es meine Eltern ab 1994 für drei Jahre nach Brüssel, und mich daher mit. Hier besuchte ich von der 5. bis zur 7. Jahrgangsstufe die Deutsche Schule Brüssel, bis ich nach drei Jahren in Belgien den Rückweg antrat - wieder in heimatliche Gefilde, nach Altendorf - und von der 8. Klasse bis zu meinem Abitur im Jahre 2003 in Meckenheim das Gymnasium besuchte.

Schon früh entdeckte ich meine Leidenschaft für moderne Technik, die sich bis zu meinem siebten Lebensjahr so weit ausgeprägt hatte, daß meine Eltern es als sinnvoll ansahen, mir meinen ersten eigenen Computer zu schenken - einen Amiga 500, auf dem ich ab dem 7. Lebensjahr meine ersten zaghaften Programmierversuche startete.

Studienbeginn

Herbst 2003 / 2004. Beginn meines Informatikstudiums an der Universität Bonn. Kurz nach Studienbeginn entwickelte ich immer mehr Interesse für Fragestellungen der Neuroinformatik und des Artificial Life, der Algorithmischen Geometrie und Multiagentensimulation und eine starke Leidenschaft für diese Themenbereiche.

Studienfortschritt, freiwilliges Engagement, verschiedene Tätigkeiten als studentische Hilfskraft

Anfang 2004 bis Frühjahr 2007. Während mein Studium weiter fortschritt, spezialisierte ich mich auf Themenbereiche des Artificial Life und der Neuroinformatik, später in den Bereichen der Multiagentensimulationen und Algorithmischen Geometrie und engagierte mich in der Fachschaft Informatik der Universität Bonn. Dies schloß Vertretung der Studierenden in verschiedenen Gremien, wie z.B. den Institutsvorstand, den Prüfungsausschuss und die Studienbeitragskommission und auch den Fachschaftsvorsitz mit ein. Hier muss ich eine Lanze brechen: Ich habe selten irgendwo so viel über Teamarbeit oder Funktionsweise von Unis gelernt, wie in unserer Fachschaft, und das war eine der prägendsten Zeiten für mich überhaupt. Ich kann jedem nur empfehlen, da mitzumachen.

Zeitgleich mehrten sich meine Erfahrungen im professionellen Bereich, da ich ab 2005 als studentische Hilfskraft in der damaligen Abteilung „Neuroinformatik“ des Instituts für Informatik arbeitete. Diese Arbeit schloss die Lehre als Tutor der Hauptstudiumsvorlesungen „Neuronale Netze“ und „Artificial Life“ mit ein mündete später in die themenverwandte Arbeit als studentische Hilfskraft in der neuen Arbeitsgruppe der autonomen intelligenten Systeme.

Individuelles Forschungsstipendium der Cornell University, Ithaca, USA

Sommer 2007. Im Sommersemester 2007 wurde mein Studium von einer Einladung zu einem individuellen Forschungsstipendium unterbrochen. Absender der Einladung waren die Computational Synthesis Laboratories der Cornell University, Ithaca, USA. Dort werden Prozesse erforscht, die es möglich machen, komplexe, ausgeprägte Systeme aus einfachen Bausteinen entstehen zu lassen - automatisch und mit biologie-inspirierten Mechanismen. Während meinem fast halbjährigen Aufenthalt in Ithaca (Mai - Oktober 2007) forschte ich in den Bereichen der Schwarmrobotik und des automatisierten Designs komplexer Systeme aus einfachen Bausteinen. Im speziellen entwickelte ich ein robotisches System aus navigationsunfähigen Schwärmern, welche evolutionär erlernen, im Schwarm wieder Navigationsfähigkeit zu erlangen. Der Aufenthalt am CCSL festigte und konsolidierte meine Faszination und Leidenschaft für biologieorientierte Mechanismen im Hinblick auf automatisiertes Design komplexer Systeme. Da die Experimente einen nicht unerheblichen Simulationsaufwand erforderten, wurden auch Kenntnisse im Bereich der Multiagentensimulation gefestigt.

Rückkehr nach Bonn und Beginn der letzten Studienphase

Herbst 2007 / 2008. Nach seiner Rückkehr nach Bonn setzte Ich mein Studium und die ausgesetzten Hilfskraft- und Fachschaftsaktivitäten fort und beendete in diesem Zuge auch mein Nebenfachstudium der Biologie (hier führte ich z.B. die Simulation kleiner Ameisenkolonien durch und zog sogar eine Kolonie wirklicher Ameisen groß).

Diplom, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Graduiertenkolleg

Frühjahr 2009. Ende meines Studiums nach 10 Studiensemestern als Diplom-Informatiker. Im Rahmen meiner Diplomarbeit entstand ein System zur netzwerkverteilten, effizienten Evolution biologisch inspirierten Schwarmverhaltens. Wenige Tage nach der Einreichung meiner Diplomarbeit wurde ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe der autonomen intelligenten Systeme eingestellt, wo ich zunächst an den RoboCup German Open und anschließend an den RoboCup World Championships teilnahm. Weiter konzentiere ich mich nun auf meine Dissertation. Da meine Forschungsinteressen einen interdisziplinären Charakter haben, wurde ich mit dem DFG-Graduiertenkolleg Bionik assoziiert.

Restliches Leben und Rente

To be filled ;-)

Persönliche Interessen

Ich bin leidenschaftlicher Kinogänger und interessiere mich sehr für die musikalische Untermalung von Filmen. Insofern bin ich ein Liebhaber von Filmmusiken. Als gleichzeitig fachfremde und doch fachverbundene Aktivität sei das Schreiben genannt. Fach-fremd, da ich mich völlig unabhängig von Dingen, über die ich schreibe, beim Schreiben und Illustrieren des Geschriebenen entspanne und den Vorgang des Entstehens eines didaktisch sinnvollen Text genieße. Fachverbunden, weil auf diese Weise mein Manuskript "Ein kleiner Überblick über neuronale Netze" entstanden ist. Durch die vielen E-Mails und die Unterstützung, welche ich aufgrund dieses Skriptums von Lesern erhielt, habe ich erfahren, wie erfüllend es sein kann, Rückmeldungen von Personen zu erhalten, welche lesen, was man schreibt.

Als weitere Aktivität möchte ich die Ameisenhaltung nennen, die vielleicht nicht ungewöhnlich für jemanden ist, der sich sehr für kollektive Intelligenz interessiert. Dennoch ist sie als „handwerklicher Ausgleich“ zu Tätigkeiten im Bereich der Informatik ungemein entspannend. Zuletzt fotografiere ich sehr gerne, insbesondere Langzeitaufnahmen im Halbdunkel – so kommen Farben sehr intensiv zur Geltung. Da zu diesem Thema ein Bild buchstäblich mehr sagt als tausend Worte, verweise ich auf die kleine Fotoserie Nachtsicht.