Informatik, Realsatire, Photos. Und Ameisen in einem Terrarium.

Ich bin Informatiker mit biologischem Interesse und mich faszinieren dezentral organisierte Systeme. Je weniger globale Abhängigkeiten existieren, desto skalierbarer und robuster ist ein System. Jeder Blick in die freie Natur unterstützt mich in dieser Denkweise. Ich arbeite als Systemingenieur bei der IVU Traffic Technologies AG in Aachen an Themen im DevOps-Umfeld.



Das Recht auf Vergessen

Die oftmals vorgebrachten Forderungen nach einem „Recht auf Vergessen“ sind bei den großen Internetfirmen endlich auf offene Ohren gestoßen.

Frauen, die bei Facebook und Apple arbeiten, können jetzt zum Beispiel das Kinderkriegen vergessen. Zumindest erstmal.

"Driving a train is not that complicated"

Aus gegebenem Anlass habe ich mal ein paar ältere Zeitungsartikel ausgegraben. Erinnert ihr euch, wie sich vor fast zwei Jahren im schwedischen Winter eine Regionalbahn selbstständig gemacht hat? Die Bahn ist nach kurzer Zeit entgleist, noch ein bisschen über den Boden gerubbert, und schließlich in einem Wohnhaus zum stehen gekommen. Von den Bewohnern wurde niemand verletzt, die in der Bahn anwesende Reinigungskraft wurde jedoch verletzt.

Auch wenn sich sehr schnell herausstellte, dass die Reinigungskraft nicht Schuld am Unglück war, so ging doch der erste Verdacht in die Richtung, die Reinigungskraft habe den Zug absichtlich entwendet, um damit ein bisschen durch die Gegend zu gurken. In der Folge machte sich die Öffentlichkeit Gedanken, wie denn die Reinigungskraft den Zündschlüssel erhalten (ja, auch Bahnen haben Schlüssel), und vor allem, wie sie ohne Schulung die Bahn fahren konnte. Die Antwort auf letzteres findet sich im zweiten Link:

He said it's unclear how she got the keys to the train, but added that driving it is not that complicated.

„Generally speaking that's possible even if you're not a train driver,“ he said. „You can read about it on the Internet, or observe how others do it.“

Soso. Die Schwierigkeit ist also, an den Schlüssel zu kommen, und nicht, die Bahn zu fahren. m( Na, das wird die Lokführergewerkschaft sicher freuen, wenn die Leute dieses Wochenende mal ein paar solcher Berichte ausgraben. 8-)

Für meine folgende Argumentation ist es egal, auf welcher Seite man in der Lokführerstreiksache nun steht. Aus zwei seitenunabhängigen Gründen kann man nämlich festhalten, dass sich die Lokführer gerade selbst auf die Abschussliste bringen. (Nach anderer Lesart sind es übrigens nicht wirklich die Lokführer, sondern es bringt die GDL aus eigenen Partikulärinteressen heraus die Lokführer auf die Abschussliste. Siehe auch. Leidtragende werden aber in beiden Fällen die Lokführer sein, so dass das für die weitere Diskussion nicht von Bedeutung ist.)

In Wahrheit bringen sich die Lokführer sogar auf zwei Abschusslisten.

Einfach nur Irrsinn! Unglaublich! Regierung muss HANDELN! #Groko

Wenn schon die TAZ was gegen Linksgrüne sagt, dann muss wirklich was dran sein. Und so präsentiert sie hier die Anleitung, wie man ein perfekter Grünen-Twitterer wird. Herrlich! Ein Horrordrink aus Moralin, Besserwisserei, vielen Ausrufezeichen, Versalien und tiefst-sinnigen Forderungen wie „Die Gewalt in Nahost muss so schnell wie möglich gestoppt werden!“ (Nein! Doch! OH!) oder auch „Inhumane Flüchtlingspolitik beenden!“ . m( (Danke, Mischa!)

An dieser Stelle möchte ich auch noch mal die Gelegenheit nutzen, auf die meiner Meinung nach hervorragend gemachten Werbungen der TAZ hinzuweisen:

Service à la Kohl(-Richter)

Sehr schön! Nachdem Kohls Anwälte das Buch von Heribert Schwan nicht verhindern konnten, liefern sie sogar noch die Info, welchen 115 Zitaten man besondere Aufmerksamkeit schenken sollte. Finde ich top! An dieser Servicementalität können sich andere ein Beispiel nehmen!

Wenn die 115 Zitate nicht von alleine hart geleakt werden, scannt man danach einfach die alte und die neue Version des Buches ein und macht einen automatischen Textvergleich. m( Das Internetz ist eben für uns alle Neuland.

Du sollst nicht mit HIV infizieren deines Nächsten Weib

Wir hatten länger nichts mehr zur Kirche. Also hier die Schlagzeile des Tages: „Aidskranker Pastor hatte in Kirche Sex mit Gläubigen“. 8-O Dazu hat der Pastor Spenden an die Kirche veruntreut und alle möglichen Drogen genommen. „Der Pastor ist aber offenbar nicht gewillt, von seinem Amt zurückzutreten. 'Er sagte, er habe die Kontrolle und es gebe nichts, was wir tun könnten, um ihn aufzuhalten.'“

Er ist allerdings kein Katholik, was Kennern der Materie natürlich sofort aufgefallen ist: Die (jetzt vielleicht HIV-Positiven) Sexualpartner waren zum einen weiblich und zum andern erwachsen. 8-)

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