Deutschland hat die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Aus Gründen des kalten Krieges lagern diese zum größten Teil im Ausland, nämlich in Paris, London und New York. Und wer hätte das gedacht? Nach Jahrzehnten der Lagerung ohne Inaugenscheinnahme gibt es jetzt – in Anbetracht des stattlichen Wertes von immerhin 133 Milliarden Euro – tatsächlich Leute, die vorschlagen, dass man ja mal nachgucken könne, ob denn das Gold noch da ist. Im Rahmen der Inventur, sozusagen.
Die Idee, mal nachzuschauen, liegt auf der Hand, sagt ihr? Nö, die ist relativ neu: „Der Bundesrechnungshof moniert, dass die bei den drei ausländischen Notenbanken liegenden deutschen Goldreserven noch nie von der Bundesbank selbst oder durch andere unabhängige Prüfer 'körperlich aufgenommen und auf Echtheit und Gewicht' geprüft worden seien.“ Also machen unter den Verschwörungstheoretikern im Internet schon die tollsten Gerüchte die Runde. Dass das Gold schlicht nicht da ist, oder es einfach aus goldüberzogenen Wolframbarren besteht, sind noch die harmloseren. Die Aufgabe, in solch einem Fall den unabhängigen Nachweis zu erbringen, dass das Gold nicht schon bei der Einlagerung so war, dürfte rechtlich interessant werden.
Ich persönlich würde ja tippen: Wenn man insistiert und es sehen will, ist das Gold da. Ich hoffe nur, dass es auch durchgehend Schwarz-Rot-Gold eingefärbt ist. Beispielsweise verwalten die USA im Tresor der Federal Reserve Bank in Manhattan als Zeichen des guten Willens Goldbarren aus immerhin 60 Nationen. Man wird mir die Mutmaßung nicht übel nehmen, dass etwaige Kontrolleure bestimmt nicht alle gleichzeitig reingelassen werden.
Die viel interessantere Frage dürfte also sein: Welche Staaten sind alles der Meinung, das vorgeführte Gold wäre ihres?
Falsche Webseite
Ach Fefe…