Nach der langen Reihe von Mißbrauchsvorfällen zeigt die Kirche nun endlich eine Reaktion und schafft vor allem Rechtssicherheit. Die Lösung der Probleme ist so simpel wie raffiniert: Es werden nun 11-jährige Jungs zu Pfarrern gemacht. Brilliant! Das ist zum einen aus Sicht der Strafmündigkeit klug. Gleichzeitig wird aber auch der Öffentlichkeitsarbeit gedient: Wenn ein 11jähriger einen anderen Buben unzüchtig anfasst, ist das ja kein Mißbrauch, sondern harmloses doktorspielen. Ist schon weniger klageträchtig als bei einem 65jährigen Abt, oder? – Well played, Sir. Well played indeed.