Eine bei der katholischen Kirche angestellte Erzieherin ist gerade in der Elternzeit. Die Erzieherin hat sich als lesbisch geoutet, nachdem sie es aus Angst jahrelang vor sich hergeschoben hatte. Die Elternzeit ist eine besondere Schutzphase, in der einem Arbeitnehmer nicht einfach gekündigt werden kann. Trotzdem versucht es die katholische Kirche, die Wiege der Barmherzigkeit, bei dieser Erzieherin. Warum? Weil sie "gegen die Moralvorstellungen der Kirche verstoßen würde".
Ich habe mir lange überlegt, was man zum Kündigungsgrund schreiben kann, doch ist mir erst einmal nichts eingefallen, was der Sache gerecht würde.
Und
so
verlinke
ich
in
diesem
Satz
einfach
jedes
Wort
einzeln,
damit
einwandfrei
klar
wird,
dass
die
Erzieherin
ihr
Kind
wahrscheinlich
einfach
weniger
rangenommen
hat,
als
es
bei
der
katholischen
Kirche
sonst
der
Moralvorstellung
zu
entsprechen
scheint.
Also, wenn das kein Kündigungsgrund ist!
Das waren jetzt mehr als 35 Links. Die ersten sechs verweisen auf diverse Karikaturen, Satiren oder auch Informatives wie eine hervorragend gemachte visuelle Aufarbeitung von Widersprüchen in der Bibel. Danach geht es ausschließlich um
Besonders sei auf Link 9 hingewiesen. Es ist der Wikipedia-Artikel "Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche". Im Unterabschnitt „Seit 2010 öffentlich bekannt gewordene Missbrauchsfälle“ findet sich eine Auflistung nach Bistümern. Von den 27 Bistümern in Deutschland sind tatsächlich satte 26 vertreten. Die Auszeichnung „Goldener Knabe“ in der Kategorie „Keine öffentlich bekannt gewordenen Missbrauchsfälle seit 2010“ geht also alleine an das Bistum Görlitz, dem ich hiermit ganz, ganz herzlich gratulieren darf.
Jeder Physiker würde hier sofort sagen: „Ein Datenpunkt von 27 passt nicht? Messfehler!“ – Und leider wird dieser grandiose Erfolg in der Tat etwas relativiert, denn das Bistum Görlitz ist das Bistum mit der bei weitem kleinsten Katholikenzahl in Deutschland. Wo nichts ist, hat eben auch der Abt sein Recht verloren.
In diesem Zusammenhang weise ich noch mal darauf hin, dass es sehr einfach ist, aus der Kirche auszutreten, (Anleitung), falls ihr keine Lust mehr habt, das mitzufinanzieren. Alleine im Bonner Amtsgericht haben sie ein Zimmer mit zwei Leuten dafür. Und für alle, die Sorge haben, dass die Kirche so auf Dauer verarmt, sei auf den Säkularisierungsausgleich hingewiesen (dass es den gibt, wusste ich bis zu dem verlinkten Blogartikel letzten Oktober auch nicht). Ihr finanziert das also auch nach dem Austritt weiter, keine Sorge – nur etwas abgeschwächt
.