Ameisen leben noch: Kokons, Nachwuchs und Winterruhe

Jetzt hat es schon lange nichts mehr zu den Ameisen gegeben, worauf ich in den vergangenen Wochen bereits mehrfach hingewiesen wurde. Das ist meine Schuld, und nicht die der Ameisen, also möchte ich mal wieder einen kleinen Post und ein paar Fotos zu ihnen loswerden.

Im letzten Artikel hatte ich beschrieben, dass die Ameisen sich gut vermehren, aus einem großen Eier-Gelege waren viele Larven geworden. Im Unterschied zu Eiern werden Larven von den Ameisen aktiv gefüttert, werden dick und rund, und verpuppen sich schließlich. Das Resultat sind Kokons, in denen dann die fertigen Ameisen heranwachsen, und einige hiervon sind auch auf den Bildern zu sehen. Mittlerweile gibt es viele neue Ameisen, aber auch ein paar verstorbene alte – ich denke, nächstes Jahr wird die Kolonie wirklich wachsen.

Insgesamt war über den Restsommer bis September sehr viel Aktivität im Formicarium. Alle paar Tage gab es Futter von mir, das auch oft rege angenommen wurde (insbesondere kleine Schinkenstückchen waren äußerst beliebt und wurden im Ganzen abgeschleppt, ich werde mich bemühen, so etwas mal zu Fotographieren). Zeitrafferfotoserien habe ich mehrmals versucht, hat aber leider nicht geklappt, denn immer dann, wenn ich alles aufgebaut hatte und die Nacht durchlaufen ließ, haben die Ameisen das Futter nicht angenommen. ;-) Ich werde aber weiter dranbleiben.

Interessant war auch, dass den Ameisen zwischendurch die Luftfeuchtigkeit im Nest nicht sehr gefallen hat: Immer wieder wurden einige Puppen aus dem Nest heraus in den Schlauch getragen und von vielen Arbeiterinnen bewacht, was ziemlich interessant war. Versteckt haben sie sich natürlich im schwarzen Endstück des Schlauches, also auch hier leider keine Fotos :-( Im Ergebnis habe ich den Deckel des Ytongnestes gegen Drahtgaze ausgetauscht, um mehr Luftaustausch zu ermöglichen, und das hat sie bewegt, mit den Kokons wieder einzuziehen.

Zwischendurch blieb aber noch Zeit für ein paar Beleuchtungsexperimente bei Ameisenfotos, ein Resultat könnt ihr unten auch in den Bildern sehen :-)

Mitte September wurde die Aktivität im Formicarium schlagartig geringer, und ich hatte schon eine Weile Angst, dass es den Ameisen nicht gut geht. Allerdings ergab Recherche im Internet, dass sie ihre innere Uhr auf Winterruhe umgestellt haben (können sie unabhängig von der Außentemperatur), und März im wieder aktiver werden. Sie stehen jetzt also kaltgestellt auf dem Balkon.

Fotos wurden durchgehend mit einem Nikon AF-S Micro-Nikkor 105mm 1:2,8G VR gemacht, dass ich sogar teilweise noch mal mit Zwischenringen verlängert habe (dieses Objektiv in Kombination mit Zwischenringen liefert wirklich beeindruckende Makros!), sowie teilweise mit drei Blitzen.

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K D J