Ameisenumzug, Gelege und eine Grille

Die Ameisen sind umgezogen, so dass ich die Kolonie selbst nun besser fotographieren konnte. Sie scheint sich gut einzuleben. Neue Zwischenringe sorgen für noch höheren Vergrößerungsfaktor bei den Makrofotos, und es gab einen kleinen Ameisenaufruhr wegen einer Grille.

Nachdem tagelang immer mehr Ameisen durch den PVC-Schlauch zwischen Arena und Ytong-Nest hin- und hergewandert sind, kam ich eines Abends von der Arbeit wieder, und das Ameisenreagenzglas war leer. Tote Ameisen wurden im Reagenzglas zurückgelassen, und ich habe es dann aus der Arena entfernt.

Fast täglich habe ich nun die Ameisen mit Proteinbrei und Waldhonig gefüttert. Ständig waren ein paar Ameisen beim Futter und sind dann wieder zurück ins Nest, um die Genossen zu füttern, insgesamt hat das Interesse an Honig und Brei etwas nachgelassen.

Also habe ich dann gestern eine Grille genommen und als Futter in die Arena gelegt – und das schien für die Ameisen zu sein, wie Weihnachten und Ostern auf einen Tag. Nicht nur waren mindestens zwanzig Ameisen auf der Grille, sondern die ganze Arena wurde ausgiebig von mindestens zehn weiteren durchsucht. Die Ameisen haben die Grille gemeinsam auf den Rücken gedreht und der Länge nach aufgebissen, so dass viele Ameisen gleichzeitig fressen (und die Artgenossen füttern) konnten.

Mittlerweile habe ich noch ein paar Zwischenringe, mit denen ich das ohnehin schon starke Makro noch einmal auf einen deutlich größeren Vergrößerungsfaktor bringen kann. So habe ich mal gewagt, die rote Folie vom Ytongnest anzuheben und siehe da – es geht den Ameisen gut und es gibt auch schon ein Gelege mit locker 50 gelben Eiern. Ich bin gespannt, wann sie zu Larven und Puppen werden :-). Wenn man genau hinsieht, kann man auch eine Art Dehnungsfugen an den Hinterleibern der Ameisen erkennen: Das ist ein Zeichen dafür, dass sie wohlgenährt sind.

Später werde ich noch einmal eine Grille geben und dann automatisiert alle paar Minuten Makros von der Grille machen. So kriegen wir vielleicht einen kleinen Zeitraffer zustande.

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