Death Valley und der lange Weg nach Yosemite

Wir sind Nachmittags bis Nachts durchs Death Valley gefahren und auf dem Weg nach Yosemite am nächsten Tag von großen Waldbränden umgeleitet worden.

Von unserem Hotel in Las Vegas (Punkt A) sind wir (nach reichlichem Aufstocken der Wasservorräte und einigen weiteren Vorsichtsmaßnahmen) in Richtung Death Valley gefahren – eine der leblosesten, weil heißesten und trockensten Gegenden der Welt.

Auf dem Weg nach Death Valley haben wir uns lustig gemacht über verschiedene Schilder, die davor warnten, dass wir uns in einer „Flash Flood Area“ befinden. Als wir dann eine Regenwolke sahen (und hineinfuhren), die auf einem Streifen nicht breiter als 30 Meter einen Sturzbach herabließ, der es uns fast unmöglich machte irgendetwas zu erkennen, wussten wir auch, was hiermit gemeint war ;-)

Im Death Valley selbst war es unglaublich still und beeindruckend (und natürlich sehr warm, aber das erübrigt sich wohl). Unter anderem haben wir einen kleinen Felscanyon gefunden, in dem wirklich kein einziger Laut zu hören war, nicht einmal Luftbewegung. Sterne konnten wir leider nicht gucken, da ein sehr heller Fast-Vollmond Strahlte. Unsere Route führte uns über Furnace Creek (Punkt B) und den tiefsten Punkt des Death Valley, Badwater Point (Punkt C), der sich ca. 80 Meter unter dem Meeresspiegel befindet. Hier war auch eine kleine Pfütze unglaublich versalzenen, übelriechenden Wassers zu finden, die ich in der Dämmerung mit Langzeitbelichtung fotographieren konnte. Das Ganze Tal beinhaltet nichts weiter als vereinzelte, graubraune Dornbüsche (genau die Gewächse, die in Klischee-Western durch die Gegend kugeln und bekräftigen, wie einsam die Gegend wirklich ist). Allerdings haben wir sogar ein Lebewesen im Death Valley getroffen: Einen Hasen.

Wir übernachteten in Tecopa Springs (Punkt D), einer Stadt, gegen die die vorgenannte Stadt Oatman die reinste Metropole ist, und machten uns dann auf, einen weiteren Tag Kilometer zu reißen, nämlich bis Lee Vining (Punkt E), in der Nähe des Yosemite Nationalpark. In Tecopa sahen wir auch einen ungebetenen Gast vor der Campingplatzdusche, nämlich einen Skorpion (siehe Foto) und einen netteren, eine große Gottesanbeterin (ebenfalls). Hier wollten wir dann nach langer Fahrt den Nachmittag genießen, und am folgenden Tag (heute) die Tioga Pass Road in den Park hinein nehmen. Doch es sollte alles anders kommen.

In Lee Vining stellte sich heraus, dass die Tioga Pass Road wegen schwerer Waldbrände gesperrt war, und so trafen wir die Entscheidung, direkt auf einer mehr als vierstündigen, mit einem Wohnmobil recht anspruchsvollen Fahrt über den Sonora Pass (ca. 3000 Meter) auszuweichen. So würden wir nicht einmal Zeit verlieren. Um zehn Uhr Abends kamen wir nach ca. 11 Stunden Fahrens im dahinterliegenden Ort Sonora (Punkt F) an, grillten und ruhten uns aus.

Von hier haben wir uns heute auf den Weg nach Yosemite gemacht und werden nun für den Rest der Reise in Kalifornien verbleiben. Aktuell Campen wir in Mariposa (Punkt G). Vom Yosemite gibt es später Fotos.

Today's Boxscore

Seit letztem Artikel Gesamt
Meilen: 716 3631
Unfälle: 0 1

Aktueller Standort und Route

Bilder

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