Informatik, Realsatire, Photos. Und Ameisen in einem Terrarium.

Ich bin Informatiker mit biologischem Interesse und mich faszinieren dezentral organisierte Systeme. Je weniger globale Abhängigkeiten existieren, desto skalierbarer und robuster ist ein System. Jeder Blick in die freie Natur unterstützt mich in dieser Denkweise. Ich arbeite als Systemingenieur bei der IVU Traffic Technologies AG an Themen im Umfeld von Continuous Delivery und DevOps.



Makros von Schmetterlingen

Vor ein paar Wochen war ich mit einer Freundin im Garten der Schmetterlinge in Sayn. Bei der Gelegenheit haben wir einige schöne Makroaufnahmen gemacht. Dieses Wochenende sind wir dazu gekommen sie nachzuentwickeln, und hier ist eine Auswahl. Wer weitere Schmetterlingsfotos mag, kann auch meine frühere Fotoserie von einem Schmetterlingsgarten in Neuseeland angucken (diese sind jedoch weniger nachentwickelt, ich hatte sie direkt aus Neuseeland hochgeladen, ein paar besser nachentwickelte finden sich auch hier).

Sämtliche Aufnahmen wurden mit einem Micro-Nikkor AF-S 105mm f/2.8G IF-ED VR auf einer Nikon D90 gemacht, jedoch ohne weitere Beleuchtung. Ich hatte zwar ein Blitzsystem mit, durfte es aber leider nicht verwenden.

Für alle, denen sich das dritte Bild nicht auf Anhieb erschließt: Das ist ein bewegungsunscharfer Schmetterling im Paarungsanflug auf den daruntersitzenden.

Hornissennest

Endlich mal wieder ein paar Fotos. Die wollte ich eigentlich schon Anfang August online gestellt haben, aber dann kam die Xeroxsache dazwischen, und ich hatte dann erstens keine Zeit, sie nachzuentwickeln und zweitens fand ich es auch nicht strategisch wertvoll, direkt noch eine Bildergalerie neu einzustellen, wenn die Seite so unter Last steht.

Also gibt es erst jetzt eine Bildergalerie, die ich Anfang August von einem Hornissennest geschossen habe. Die Hornissen haben sich in einem Vogelbrutkasten eingenistet. Darin scheint es ihnen ein bisschen warm zu werden, was man daran merkt, dass sich die Hornissen abwechselnd in den Eingang setzen und mit ihren Flügeln schlagen, um einen Luftstrom ins Nest zu leiten. Das ist auf einigen der Bilder auch gut zu sehen.

Einer weitere witzige Verhaltensweise, auch mehrfach gut zu sehen, ist, dass im Eingang sitzende Hornissen einem gerade landenden Artgenossen den Vorderkörper und die Vorderbeine entgegenstrecken. Witzig. Vielleicht kann das ja mal ein Insektenkundler auseinandersetzen, würde mich interessieren. Sämtliche Aufnahmen, teils in wunderschönem Abendsonnenlicht, entstanden übrigens mit einer Nikon D90 und dem Objektiv Nikkor AF-S 70-300mm f/4.5-5.6 G IF-ED VR – voll herangezoomt, aus respektvollem Abstand von ca. 2 Metern vom Stativ aus.

Mittelspechte bei der Jungtier-Fütterung

Heute gibt es mal wieder ein paar Fotos. Vor einigen Tagen war ich in einem Naturschutzgebiet bei Königsdorf unterwegs, Spechtlöcher besichtigen (vielen lieben Dank an Tanja an dieser Stelle fürs Führen). Spechte finde ich ja an sich schon sehr cool, aber der Zeitpunkt hat das ganze noch einmal besonders gemacht: Eine Mittelspechtfamilie hatte Junge, die noch nicht flügge waren – das ist nur sehr kurz im Jahr der Fall. Eine optimale Fotosituation, zumal der Mittelspecht auch nicht gerade häufig ist.

So kam es, dass die Mittelspecht-Eltern im Schnitt alle Viertelstunde angeflogen kamen, um die Mittelspecht-Jungtiere zu füttern. Ich konnte in aller Ruhe das Tele auf die Kamera tun, das ganze auf ein Stativ bauen, ein paar Testfotos schießen, und alles vorbereiten. Immer, wenn die Mittelspechteltern angerauscht kamen, galt es dann, in wenigen Sekunden eine ganze Fotoserie zu machen, länger dauert so eine Fütterung nämlich nicht. Auf diese Weise kamen über ca. 30 Mittelspecht-Anflüge auf den Chip; insgesamt hatte ich am Ende um die 600 Aufnahmen, von denen 308 zumindest im brauchbaren Bereich waren. Wer selbst mit dem Tele mal Vögel fotographiert hat, weiß, dass das ein ganz guter Brauchbarkeitswert ist. Hier also eine Serie ausgewählter Mittelspechtbilder, teils mit Jungtier:

Edit: SORRY an diejenigen, die mich nur per RSS empfangen und so ausversehen die ganze Bildergalerie mit ausgeliefert bekommen haben – mein Fehler, ist jetzt behoben. Bitte nicht mehr mailen 8-)

Bonner Altstadt: Kirschblütentraum bei Tag und bei Nacht

Wer in Bonn studiert hat, kennt die Altstadt – sowohl für ihre kleine Kneipenszene, als auch von leidvollen Umzugserfahrungen. Und wer die Altstadt kennt, kennt die Kirschblütenpracht einiger Straßen dort im Frühling. Einige Jahre habe ich jetzt gedacht „das musst du mal in Szene setzen“, und dieses Jahr bin ich endlich mal dazu gekommen. Wir hatten ja auch länger keine Fotos mehr hier. Ich bin zweimal durchgelaufen, einmal gestern mitten in der Nacht, und einmal heute am frühen Nachmittag. Also gibt es jetzt zwei Fotogalerien samt Tips zum nachmachen. Viel Spaß :-)

Ameise gegen Wachsmottenlarve

Eiweiß tut Ameisen gut und hilft bei der Vermehrung. Also habe ich mal eine lebende Wachsmottenlarve angeboten (sieht in etwa aus wie eine 3-4cm große, weiße Raupe). Ich hatte natürlich damit gerechnet, dass ein Tumult entsteht, und die Larve von einer ganzen Truppe Ameisen dahingerafft wird. Aber nichts dergleichen: Eine einzige Majorarbeiterin hat genügt. Sie hat sich ca. eine halbe Stunde mit der Larve gewälzt, sich verbissen, ihre Säure versprüht, und dann ist die Larve verstorben. Der ganze Stress hat nicht mal was gebracht: Sie mögen die Larve anscheinend nicht 8-). Aber: Wenigstens sind ein paar gute Makros dabei rumgekommen! :-)

Recent changes RSS feed Creative Commons License Donate Minima Template by Wikidesign Driven by DokuWiki