Naturwissenschaft, Informatik, Realsatire, Photos. Und Ameisen in einem Terrarium.

Ich bin Informatiker mit biologischem Interesse und forsche an Algorithmen für dezentral organisierte Systeme. Konkret sind das gerade Schwärme von Robotern. Die Gedankengänge sind aber universell verwendbar: Je weniger globale Abhängigkeiten existieren, desto skalierbarer und robuster ist ein System. Jeder Blick in die freie Natur unterstützt mich in dieser Denkweise. Manchmal lenke ich mich vom Forschen ab, indem ich mein Script weiterschreibe oder meine Ameisenkolonie photographiere (auch so ein dezentrales System).




Mittelspechte bei der Jungtier-Fütterung

Heute gibt es mal wieder ein paar Fotos. Vor einigen Tagen war ich in einem Naturschutzgebiet bei Königsdorf unterwegs, Spechtlöcher besichtigen (vielen lieben Dank an Tanja an dieser Stelle fürs Führen). Spechte finde ich ja an sich schon sehr cool, aber der Zeitpunkt hat das ganze noch einmal besonders gemacht: Eine Mittelspechtfamilie hatte Junge, die noch nicht flügge waren – das ist nur sehr kurz im Jahr der Fall. Eine optimale Fotosituation, zumal der Mittelspecht auch nicht gerade häufig ist.

So kam es, dass die Mittelspecht-Eltern im Schnitt alle Viertelstunde angeflogen kamen, um die Mittelspecht-Jungtiere zu füttern. Ich konnte in aller Ruhe das Tele auf die Kamera tun, das ganze auf ein Stativ bauen, ein paar Testfotos schießen, und alles vorbereiten. Immer, wenn die Mittelspechteltern angerauscht kamen, galt es dann, in wenigen Sekunden eine ganze Fotoserie zu machen, länger dauert so eine Fütterung nämlich nicht. Auf diese Weise kamen über ca. 30 Mittelspecht-Anflüge auf den Chip; insgesamt hatte ich am Ende um die 600 Aufnahmen, von denen 308 zumindest im brauchbaren Bereich waren. Wer selbst mit dem Tele mal Vögel fotographiert hat, weiß, dass das ein ganz guter Brauchbarkeitswert ist. Hier also eine Serie ausgewählter Mittelspechtbilder, teils mit Jungtier:

Edit: SORRY an diejenigen, die mich nur per RSS empfangen und so ausversehen die ganze Bildergalerie mit ausgeliefert bekommen haben – mein Fehler, ist jetzt behoben. Bitte nicht mehr mailen 8-)

Bonner Altstadt: Kirschblütentraum bei Tag und bei Nacht

Wer in Bonn studiert hat, kennt die Altstadt – sowohl für ihre kleine Kneipenszene, als auch von leidvollen Umzugserfahrungen. Und wer die Altstadt kennt, kennt die Kirschblütenpracht einiger Straßen dort im Frühling. Einige Jahre habe ich jetzt gedacht „das musst du mal in Szene setzen“, und dieses Jahr bin ich endlich mal dazu gekommen. Wir hatten ja auch länger keine Fotos mehr hier. Ich bin zweimal durchgelaufen, einmal gestern mitten in der Nacht, und einmal heute am frühen Nachmittag. Also gibt es jetzt zwei Fotogalerien samt Tips zum nachmachen. Viel Spaß :-)

Ameise gegen Wachsmottenlarve

Eiweiß tut Ameisen gut und hilft bei der Vermehrung. Also habe ich mal eine lebende Wachsmottenlarve angeboten (sieht in etwa aus wie eine 3-4cm große, weiße Raupe). Ich hatte natürlich damit gerechnet, dass ein Tumult entsteht, und die Larve von einer ganzen Truppe Ameisen dahingerafft wird. Aber nichts dergleichen: Eine einzige Majorarbeiterin hat genügt. Sie hat sich ca. eine halbe Stunde mit der Larve gewälzt, sich verbissen, ihre Säure versprüht, und dann ist die Larve verstorben. Der ganze Stress hat nicht mal was gebracht: Sie mögen die Larve anscheinend nicht 8-). Aber: Wenigstens sind ein paar gute Makros dabei rumgekommen! :-)

Ameisen-Makros mit Gegenlicht und Honigtropfen

Nach all den Lästereien über Hüpfburgen, Grundschullehrämtler und vieles mehr ist es mal wieder Zeit für ein Ameisen-Update. Genauer: Zwei Ameisen-Updates – gleich kommt nämlich noch eins. Insgesamt schreibe ich nicht sooo viel zu den Ameisen. Das hat damit zu tun, dass die Ameisen im Moment nicht gerade Rampensäue sind, sondern relativ zurückgezogen leben, nachdem der Start ins Jahr eigentlich sehr lebhaft war. Warum das so ist – keine Ahnung.

Schimmel im Formicarium gibt es nicht, sie sitzen einfach da, hüten ihren Nachwuchs und befühlern sich. Dennoch rennen ab und zu ein paar Kundschafter in der Arena herum und nutzen das Nahrungsangebot. Insbesondere Heimchen und Honig sind beliebt. Das hat mich dazu verleitet, ein paar Makros von honigschleckenden Ameisen im Gegenlicht zu schießen :-) – seht selbst. Auf einigen Bildern sieht man auch, wie die Ameisen sich gegenseitig füttern.

Übrigens habe ich heute gemerkt, dass mir einige Benutzerkommentare in älteren Ameisenartikeln durch die Lappen gegangen sind – auf die habe ich mal geantwortet. Sorry dafür!

Ameisen leben noch: Kokons, Nachwuchs und Winterruhe

Jetzt hat es schon lange nichts mehr zu den Ameisen gegeben, worauf ich in den vergangenen Wochen bereits mehrfach hingewiesen wurde. Das ist meine Schuld, und nicht die der Ameisen, also möchte ich mal wieder einen kleinen Post und ein paar Fotos zu ihnen loswerden.

Panorama: Gewitterfront über der Voreifel

War gerade in der Voreifel bei meinen Eltern, als ich diese Wolkenformation gesehen habe. Also mit dem Handy ein paar Bilder gemacht und zuhause zum Panorama zusammengerechnet (daher können leichte Farbschwankungen drin sein). Sieht dennoch kraß aus!

Uruguay-RibEye am letzten Sommerabend

Für den Fall, dass gestern der letzte Sommerabend war, haben wir ihn vorschriftsmäßig genutzt: Rib-Eye Steaks aus Uruguayanischem Rind selbst geschnitten (450 - 500g pro Stück), ein wenig gewürzt, gegrillt und dazu ein Rheinbacher! Bilder anbei. Diese Seite ist Stefan gewidmet 8-) Spl hat auch extra für ihn die Fotos gemacht…

Three Nights in Paris

Letzte Woche war ich einige Tage auf einer Konferenz in Paris. Abends zur Dämmerung war dann auch Zeit, ein paar Bilder zu machen. Einige ausgewählte davon gibt es jetzt hier.

Ameisen vermehren sich: Es gibt Larven

Es ist wieder Zeit für ein paar Makros, denn die Ameisen machen sich prächtig. Letztes Mal gab es Fotos vom Gelege, dieses Mal sind wir schon einen großen Schritt weiter: Die Ameisen haben viele Larven. Erstmals gibt es auch Bilder der Königin.

Ameisenumzug, Gelege und eine Grille

Die Ameisen sind umgezogen, so dass ich die Kolonie selbst nun besser fotographieren konnte. Sie scheint sich gut einzuleben. Neue Zwischenringe sorgen für noch höheren Vergrößerungsfaktor bei den Makrofotos, und es gab einen kleinen Ameisenaufruhr wegen einer Grille.

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