Naturwissenschaft, Informatik, Realsatire, Photos. Und Ameisen in einem Terrarium.

Ich bin Informatiker mit biologischem Interesse und forsche an Algorithmen für dezentral organisierte Systeme. Konkret sind das gerade Schwärme von Robotern. Die Gedankengänge sind aber universell verwendbar: Je weniger globale Abhängigkeiten existieren, desto skalierbarer und robuster ist ein System. Jeder Blick in die freie Natur unterstützt mich in dieser Denkweise. Manchmal lenke ich mich vom Forschen ab, indem ich mein Script weiterschreibe oder meine Ameisenkolonie photographiere (auch so ein dezentrales System).




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Immer wieder hört man, dass man angesichts des Fachkräftemangels heute kaum Ingenieure oder Informatiker finden kann. Man vergisst aber: Andere Berufsgruppen sind noch viel besser dran! Die stehen kri-sen-sich-er im Saft und können jedem Ingenieur, Informatiker und sonstigem Naturwissenschaftler nur spotten. Die Firma Clemens und Partner aus Elsdorf zum Beispiel. Serious business machen die! Unter anderem verleihen sie Hüpfburgen, Torwände und sonstigen Partybedarf, aber z.B. auch Anhänger. Update: Und eine … Wohnung 8-). Siehe Update unten im Artikel (Links NSFW).

Heute bekam ich folgenden abfotographierten Zeitungsartikel eingeschickt (danke, Haki), der sich mit dem Geschäftsgebaren der Clemens und Partner aus Elsdorf ausführlich auseinandersetzt. Ich nehme an, der ist aus einer Lokalzeitung in Eschweiler, bin mir aber nicht ganz sicher. Weitere Medienberichte gibt es unter anderem hier, hier und hier.

Laut Artikel bat ein Abiturient des örtlichen städtischen Gymnasiums bei Clemens und Partner um ein Hüpfburg-Angebot für den Abi-Gag seiner Stufe. Er wies darauf hin, dass die Hüpfburg geliefert werden müsse (ich finde das eigentlich total effizient, wenn der Kunde von selbst im Vorhinein auf Aufwände hinweist). Er sagt weiter, dass das Budget der Schüler begrenzt ist – wohlgemerkt nicht bettelnd, sondern völlig seriös. Man könnte als Firma nun einfach ein normalpreisiges Angebot machen. Oder man will die Schüler los sein und sagt, dass man kein Angebot schreiben könne. Oder, wenn die Geschäfte gut laufen, geht man den Schülern zuliebe vielleicht etwas im Preis runter.

Nicht so Harald Koep von Clemens und Partner in seiner Antwortmail. Ich zitiere: „Hallo Herr Luu, da Sie offensichtlich kein Geld haben, würde ich vielleicht von meinem Luxusdenken etwas abrücken.“ Bitte? Luxusdenken? Da habe ich doch schnell noch mal nachgeguckt, ob es sich wirklich um einen Hüpfburgenverleih aus Elsdorf handelt, oder vielleicht doch eher um eine Agentur für Privatjets. Man vertraut sich selbst ja doch irgendwie am wenigsten. Aber doch, hat gestimmt: Hüpfburgen im schönen Elsdorf. Satzbau ist übrigens wörtlich übernommen. “Wir sind Vermieter und machen das beruflich für unseren Lebensunterhalt mit dem Ziel, nicht da zu stehen, wo Sie offensichtlich stehen. Sollten Sie bei uns irgendwo ein Schild gesehen haben 'Geschenkeladen', lassen Sie es mich bitte wissen. […]“ 8-O – das fängt ja gut an, ist aber noch nichts im Vergleich zu dem, was jetzt kommt.

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